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SUMMARY:FACHTAGUNG ZUM RESTAURIERUNGSPROJEKT: Maria weint nicht mehr
DESCRIPTION:<p>Nach 15 Jahren ist das in enger Kooperation mit der Sächsi
 schen Landesstelle für Museumswesen\, dem Landesamt für Denkmalpflege Sa
 chsen\, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Deutschen Bun
 destiftung Umwelt durchgeführte Pilotprojekt zur Erhaltung polychrom gefa
 sster Holzbildwerke des Spätmittelalters der Kunstsammlungen Zwickau ab
 geschlossen. Im November 2023 würdigte das Sächsische Staatsministerium 
 für Wissenschaft\, Kultur und Tourismus den Erfolg des Projekts mit der V
 erleihung eines Spezialpreises des Sächsischen Museumspreises.</p>\n<p>W
 ir erinnern uns: Heiligenskulpturen\, an denen Tropfen einer zähflüssige
 n braunen öligen Masse austraten und in Tränen herabrann\; durch Öl ent
 stellte\, verdunkelte und verschmutzte Farbfassungen\; zunehmende Instabil
 ität des Holzes selbst. Die wertvollen Bildwerke hatten vor 100 Jahren ei
 ne konservatorische Behandlung erfahren\, bei der dem sogenannten Holzwurm
  mit Öl-Tränkungsbad begegnet wurde. Vom trocknendem Öl versprach man s
 ich Holzfestigung\, von zugesetzten Giften Holzschutz. Sich außen bildend
 es Linoxin blockierte jedoch den ohnehin knappen Sauerstoff im Inneren des
  Holzes\, den es zur chemischen Trocknung des Öls braucht\, sodass die fl
 üssigen Bestandteile des Festigungsmittels sich unter Säurebildung zu ei
 nem chemischen Cocktail zersetzten\, der das Holz erweichte. In dem von de
 r Sächsischen Landesstelle für Museumswesen geförderten Pilotprojekt wu
 rden diese Ölreste und deren Abbauprodukte mit neuem Verfahren aufwendig 
 reduziert\, die entölten Objekte konserviert und für die Ausstellung res
 tauriert. Es wurden Erkenntnisse gewonnen\, die wir nun mit Restauratorinn
 en\, Chemikern\, Fachleuten der Analytik und Kunsthistorikerinnen teilen u
 nd diskutieren möchten.</p>
DTSTAMP:20260410T114959Z
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