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SUMMARY:UN SICHTBAR.
DESCRIPTION:Am PURPLE PATH*\, dem Kunst- und Skulpturenweg der Europäische
 n Kulturhauptstadt Chemnitz 2025\, verbinden sich 38 Kommunen und die Stad
 t Chemnitz selbst.<br />Mit seinem Narrativ „Alles kommt vom Berg her\" 
 beschreibt der PURPLE PATH das Auf und Ab von rund 850 Jahren Bergbau\, Ha
 ndwerk\, Industrialisierung und Deindustrialisierung\; Bergarbeiter und Ha
 ndwerker\, Erfinder und Ingenieure\, Industrielle und Kaufleute trieben de
 n nicht immer widerspruchsfreien Prozess voran.<br /><br />Zwischen 1943 u
 nd 1945 unterhielt das in der Oberpfalz betriebene KZ Flossenbürg insgesa
 mt 77 Außenlager. Zwölf befanden sich am heutigen PURPLE PATH: in Aue\, 
 Chemnitz\, Flöha\, Freiberg\, Hainichen\, Hohenstein-Ernst-thal\, Mittwei
 da\, Oederan\, Wilischthal/Amtsberg\, Wolkenburg\, Zschopau und Zwickau.<b
 r /><br />Gefangene fertigten in der Regel Teile von Waffen wie Maschineng
 ewehren oder Granatwerfern\, Teile von Flugzeu-gen und andere kriegsreleva
 nte Technik für die deutsche Wehrmacht. Fünf der Lager wurden von der Au
 to Union\, einem Zusammenschluss von Audi\, DKW\, Horch und Wanderer\, in 
 Teilen auch als Tarnfirmen betrieben.<br /><br />Im Zentrum des Gesprächs
  steht die Frage\, wie wir heute auch künstlerisch mit genanntem „Erbe\
 " umgehen kön-nen. Der international renommierte Architekturfotograf Rain
 er Viertlböck\, u.a. Träger des „International Photography Awards\"\, 
 fotografierte für seine Ausstellungsreihe „UN SICHTBAR. Der KZ-Komplex 
 Flossenbürg heute\" genannte Außenlager im aktuellen Zustand. Wenige fun
 ktionieren als Gedenkstätten\, viele der damals betriebenen Gebäude werd
 en heute sehr profan genutzt\, andere Orte sind verfallen. 2025 sollen die
  künstlerischen Architektur-Fotografien in den genannten Kommunen der Reg
 ion gezeigt werden\; im Rahmen der Veranstaltung werden sie vom Kurator de
 s PURPLE PATH\, Alexander Ochs\, präsentiert.<br /><br /><strong>Dennis F
 orster</strong> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Bildungsabteilun
 g der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Drei-mal im Jahr lädt er Auszubilden
 de von Audi nach Flossenbürg ein\, um die Geschichte der Außenlager und 
 der Rolle der Auto Union zu vermitteln. Kunst spielt in der Vermittlungsar
 beit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg eine zentrale Rolle: Ohne die Zeich
 nungen und Bilder beispielsweise\, die Gefangene wie Richard Grune oder Ot
 a Matousek wäh-rend oder nach ihrer Haft über ihre Erfahrungen und den A
 lltag im Lager angefertigt haben\, wären die geführten Rundgänge und Bi
 ldungsformate am Ort undenkbar. Erst durch sie wird die Realität jenseits
  des Täterblicks greifbar.<br /><br /><strong>Felix Forsbach</strong> ist
  Künstler und arbeitet derzeit als Kurator für das Schloss Augustusburg.
  Er recherchiert dort die Augustusburger NS-Geschichte\, auch als Außenla
 ger des KZ Sachsenburg. Im Schloss befand sich eine Gauführer-schule\, du
 rch den Ortsteil Erdmannsdorf führte ein Todesmarsch mit knapp 900 jüdis
 chen KZ-Häftlingen. Adolf Hitlers Berliner Möbel und dessen persönliche
  Gegenstände waren im Schloss eingelagert. Forsbach entwickelt als Kurato
 r und Künstler neue Formate und schuf im Jahr 2021 gemeinsam mit Bürgeri
 nnen und Bürgern aus Augustus-burg eine soziale\, partizipative „Plasti
 k\".<br /><br />* Der PURPLE PATH ist der Kunst- und Skulpturenweg der Eur
 opäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. An ihm verbinden sich Menschen 
 aus Chemnitz und 38 Orten mit ihren Gästen. Bis zum Jahr 2025 arbeiten K
 ünstlerinnen und Künstler aus ganz Europa mit ihren Werken im Erzgebirge
 \, in Mittelsachsen und im Zwickauer Land.
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