Das Robert-Schumann-Haus informiert:
Das Robert-Schumann-Haus Zwickau lädt zu einem Liederabend am Nikolaustag, 6. Dezember 2025, um 17 Uhr, in seinen Konzertsaal ein. Zu Gast sind Bassbariton Felix Rohleder und Pianist Ulrich Vogel, die ein reines Schumann-Programm im Gepäck haben: die Zwölf Gedichte nach Justinus Kerner op. 35 und die Dichterliebe nach Heinrich Heine op. 48.
Die Dichterliebe op. 48 ist aus dem Repertoire aller Liedsänger nicht mehr wegzudenken. Das Robert-Schumann-Haus Zwickau besitzt das kostbare Skizzenmanuskript mit den ersten Melodieentwürfen zu diesem Zyklus, für den Schumann ursprünglich 20 Lieder vorgesehen hatte – veröffentlicht wurden dann nur 16. Heinrich Heines Textvorlagen mit ihrer Mischung aus Ironie und Sentimentalität inspirierten Schumann zu einem seiner größten Meisterwerke.
„Robert hat wieder 3 herrliche Lieder componirt. Die Texte sind von Justinus Kerner: ‚Lust der Sturmnacht‘, ‚Stirb, Lieb’ und Freud’!‘ und ‚Trost im Gesang‘. Er faßt die Texte so schön auf, so tief ergreift er sie, wie ich es bei keinem anderen Componisten kenne, es hat keiner das Gemüth wie Er. Ach! Robert, wenn du manchmal wüßtest, wie Du mich beglückst – unbeschreiblich!“, so notierte Clara Schumann am 22. November 1840 im Ehetagebuch. In den folgenden Wochen, bis zum 29. Dezember, vervollständigte Robert Schumann die Kerner-Lieder zu einem kompletten Zyklus. Clara Schumann selbst hatte ein halbes Jahr zuvor – damals noch unverheiratet, als Braut Robert Schumanns – für ihn in Berlin eine Ausgabe der Gedichte Kerners besorgt und eine Auswahl daraus für ihn in ein Gedichtabschriftenheft eingetragen, das heute ebenfalls zum Bestand der Sammlung des Robert-Schumann-Hauses gehört.
Bassbariton Felix Rohleder gehört seit der Spielzeit 2022/2023 zum Ensemble der Theater Chemnitz. Zuvor war er zwei Jahre lang Mitglied des Chemnitzer Opernstudios und studierte an der Hochschule für Musik Dresden in der Klasse von Jörg Hempel. Ebenso wurde er von Olaf Bär im Liedgesang und von Britta Schwarz im Oratorienfach unterrichtet. Verschiedene Meisterkurse bei Georg Zeppenfeld, Regina Werner-Dietrich, Thomas Quasthoff, Jukka Rasilainen, Cornelia Helfricht und Bo Skovhus ergänzen seine Ausbildung. Seit 2024 setzt er seine Studien mit einem Meisterschülerstudium bei Kammersänger Roland Schubert fort.
Ulrich Vogel wurde in Annaberg/Erzgebirge geboren und erhielt mit 5 Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Bis zum Abitur besuchte er die Förderklasse Klavier am Robert Schumann Konservatorium Zwickau und studierte ab 1982 an der Leipziger Musikhochschule Dirigieren bei Kurt Masur und Heinz Rögner sowie Klavier und Komposition. Konzertreisen führten ihn durch Europa, nach Israel, in die USA, nach Südamerika und Asien. Ulrich Vogel war als Gastprofessor an Hochschulen in Lissabon, Granada, Oslo, Stavanger, St. Petersburg, Boston, Seoul und Sao Paolo tätig. 2003 erfolgte seine Berufung zum Professor an die Hochschule für Musik Weimar in das Institut für Dirigieren und Opernkorrepetition, dessen Direktor er seit 2016 ist.
Eintrittskarten zu 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) sind an der Museumskasse zu den gewohnten Öffnungszeiten erhältlich. Eine Vorbestellung ist unter 0375 834406 und schumannhauszwickaude möglich.