Wie kein anderer Komponist eignet sich Robert Schumann für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche, da er selbst acht Kinder hatte und zahlreiche Jugend-Kompositionen schrieb. Die Anknüpfungsmöglichkeiten führen weit über den im engeren Sinne musikalischen Bereich hinaus auch in die Gebiete von Literatur und bildender Kunst.

Thematische Führungen mit Kreativangeboten

Musikinstrumente im Robert-Schumann-Haus

Die Heimatregion Robert Schumanns am Fuße des Vogtlands ist auch eines der weltweiten Zentren des Musikinstrumentenbaus; die Westsächsische Hochschule Zwickau bietet den deutschlandweit einzigen Studiengang Musikinstrumentenbau an. Robert Schumann war als Komponist stets offen für instrumententechnische Neuerungen, was beim Rundgang durch die Ausstellung exemplifiziert wird. Seine Frau Clara Schumann war die bedeutendste Pianistin des 19. Jahrhunderts; die sieben originalen Tasteninstrumente des 19. Jahrhunderts in der Dauerausstellung werden vorgeführt und erläutert, an Mechanikmodellen sind die Unterschiede der im 19. Jahrhundert üblichen Klaviermechaniken zu erkunden. Im Anschluss besteht Möglichkeit zum Selbstbau einfacher Instrumente aus den Gruppen Blasinstrumente, Zupfinstrumente und Idiophone, die erprobt und mit nach Hause genommen werden können.

Besonders geeignet für:

Grundschule

  • Musik Kl. 1-4 Lernbereich 2

Oberschule

  • Musik Kl. 5 Lernbereich 1
  • Musik Kl. 6 Lernbereich 2
  • Musik Kl. 7 Lernbereich 2
  • Musik Kl. 9 Lernbereich 2
  • Musik Kl. 10 Wahlpflicht 3

Gymnasium

  • Musik Kl. 5 Wahlpflicht 3
  • Musik Kl. 6 Wahlpflicht 3
  • Musik Kl. 7-10 Lernbereich 2

Briefschreiben wie zu Schumanns Zeiten

Das Robert-Schumann-Haus verfügt über einen großen Bestand an eigenhändigen Briefen Robert und Clara Schumanns, einige Kostbarkeiten davon sind beim Rundgang durch die Dauerausstellung zu bewundern, so z.B. der Neujahrsbrief des siebenjährigen Robert Schumann an seine Mutter. Im Projekt der Schumann-Briefedition, die am Robert-Schumann-Haus Zwickau ansässig ist, wird seit 2008 in über 50 Bänden die gesamte Korrespondenz Robert und Clara Schumanns veröffentlicht. Wie aber schrieb man im 19. Jahrhundert? Mit Feder (zunächst einfachen Federkielen, dann aber kamen auch Stahlfedern auf), und Tinte – zu den Kostbarkeiten, die im Robert-Schumann-Haus verwahrt werden, gehört beispielsweise ein Tintenrezept des Dichters Jean Paul. Die damals übliche deutsche Schrift unterscheidet sich in zahlreichen Punkten von der 1942 an deutschen Schulen eingeführten und bis heute üblichen Lateinschrift. Schließlich musste ein Brief gefaltet werden, so dass er mit Adresse versehen und gesiegelt werden konnte. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts kommen jedoch bereits auch Briefumschläge und Briefmarken auf.

Besonders geeignet für: 

Grundschule

  • Kl. 1/2 Lernbereich: Schriftsprachenerwerb und Wahlpflicht 1
  • Kl. 3 Lernbereich: Für sich und andere schreiben

Oberschule

  • Geschichte Kl. 5-10 Lernbereich mit Wahlpflichtcharakter Regional und Heimatgeschichte
  • Deutsch Kl. 5 Lernbereich 3
  • Deutsch Kl. 7 Lernbereich 2
  • Deutsch 9 Lernbereich 4
  • Musik Kl. 7 Lernbereich 2
  • Musik Kl. 9 Lernbereich 2

Gymnasium

  • Geschichte Kl. 6 Wahlpflicht 3
  • Geschichte Kl. 8 Lernbereich 1
  • Deutsch Kl. 5 Lernbereich 2
  • Deutsch Kl. 5/6 Lernbereich 2
  • Musik Kl. 8 Lernbereich 2
  • Musik Jg. 11/12 Lernbereich 2 und Wahlpflicht 1

Thematische Führungen zu weiteren Themen

  • Schumann und die Kinder 4-12 Jahre
  • Schumann-Quiz 8-18 Jahre
  • „mehr Kraft als sechs Knaben zusammen“ – Clara Wieck-Schumann 8-18 Jahre
  • Schumann und die Dichter 9-18 Jahre
  • Schumanns Instrumente 8-18 Jahre
  • Geheime Botschaften 8-15 Jahre
  • Hoffmann von Fallersleben. Ein Kinderliedermacher der Schumann-Zeit 3-6 Jahre