Das Archiv des Robert-Schumann-Hauses beherbergt die weltweit umfangreichste Schumann-Sammlung. Schwerpunkt ist der reiche autobiographische, literarische und musikliterarische Nachlass des Komponisten, den die Stadt Zwickau 1925 von der ältesten Tochter Marie im schweizerischen Interlaken erwerben konnte. Gegründet als Schumann-Museum, stand bei der Sammlung stets Clara Schumann (geb. Wieck) ebenso im Mittelpunkt wie Robert Schumann. Zu den bedeutendsten Notenautographen zählen die Skizzen zur Oper „Genoveva“ op. 81 und zur „Dichterliebe“ op. 48, die Arbeitsmanuskripte zum „Album für die Jugend“ op. 68 und dem „Faschingsschwank aus Wien“ op. 26 oder das Partiturautograph der Ouvertüre zu „Hermann und Dorothea“ op. 136. Doch gibt es beispielsweise auch zu allen vier Sinfonie interessante Detailskizzen, Entwürfe oder Abschriften. Daneben gibt es mehrere Autographen-Alben, darunter das sogenannte Brautbuch und das Endenicher Blumentagebuch Clara Schumanns. Zur den reichhaltigen Bildersammlungen gehören zahlreiche Frühformen photographischer Aufnahmen, Originalgemälde von Künstlern wie Eduard Bendemann, Carl Jäger und Franz von Lenbach. Unter den Notendrucken ragt Schumanns Sammlung der Erstdrucke seiner sämtlichen Werke hervor, unter den umfangreichen Konzertprogrammzettelbeständen die komplette Programmsammlung Clara Schumanns.

Die komplette Programmsammlung finden Sie hier.

Ein Teil dieses wertvollen Bestandes ist im Museum des Schumann-Hauses in der ständigen Ausstellung zu Leben und Werk Robert und Clara Schumanns zu sehen. In wechselnden Sonderausstellungen werden unter anderem auch die Neuerwerbungen des Robert-Schumann-Hauses regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Bestände an Text- und Notenautographen von Robert und Clara Schumann sind im SWB-Online-Katalog erfasst (Bibliothekssigel: Zwi 17).

Musikhandschriften anderer Komponisten können Sie hier über RISM abfragen Bibliothekssigel: D-Zsch).

Briefbestände Robert und Clara Schumanns sind in der vom Robert-Schumann-Haus und der Düsseldorfer Robert-Schumann-Forschungsstelle gemeinsam betreuten Schumann-Briefdatenbank erfasst (Bibliothekssigel: D-Zsch).

Mit seinen außerordentlich reichen Archivbeständen bietet das Robert-Schumann-Haus einzigartige Möglichkeiten für biographische und musikwissenschaftliche Forschungen über das Künstlerpaar und seine Zeitgenossen. Das Archiv ist Anlaufstelle für Wissenschaftler und Forscher aus aller Welt. 1992 wurde in Ergänzung zu den beiden seit 1986 bestehenden Mitarbeiterstellen der Robert-Schumann-Forschungsstelle Düsseldorf eine weitere Arbeitsstelle der Neuen Schumann-Gesamtausgabe in Zwickau eingerichtet. Aber auch die selbständige Forschung des Zwickauer Schumann-Hauses wird bis heute kontinuierlich weitergeführt. In Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden erscheint die Schumann Briefedition; Serie II, der Freundes- und Künstlerbriefwechsel, wird als fünfzehnjähriges Langzeitprojekt von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften Leipzig finanziert, mit Arbeitsstellen in Dresden sowie im Robert-Schumann-Haus Zwickau.