Konzertreihe Schumann Plus startet am 11. Januar mit „Waldromantik“

veröffentlicht am: 29.12.2025

Das Robert-Schumann-Haus informiert:

Werke von Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und Camille Saint-Saëns

Unter dem Motto „Waldromantik“ findet am Sonntag, 11. Januar 2026, 17 Uhr das erste Schumann-Plus-Konzert des Jahres statt. Zu Gast im Robert-Schumann-Haus Zwickau sind die Hornistin Isabel Hunter, der Geiger Josef Vlček und die Pianistin Mirjam Hinrichs mit Werken von Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und Camille Saint-Saëns.

1837 komponierte Schumann seine Fantasiestücke op. 12 und widmete sie Robena Ann Laidlaw, einer damals erfolgreichen englischen Pianistin, die er am 2. Juli 1837 im Leipziger Gewandhaus gehört hatte. Im Stück In der Nacht entdeckte Schumann, wie er Clara Wieck schrieb, nach der Komposition zu seiner „Freude die Geschichte von Hero und Leander“, es sei „eine alte schöne romantische Sage ... erst wie er sich in’s Meer stürzt – sie ruft – er antwortet – er durch die Wellen glücklich an’s Land – nun die Cantilenen, wo sie sich in Armen haben – dann, wie er wieder fort muß, sich nicht trennen kann – bis die Nacht wieder alles in Dunkel einhüllt.“ Noch in den 1830er Jahren nahmen zahlreiche zeitgenössische Pianisten die Stücke ins Repertoire – nicht zuletzt Franz Liszt, der in einem Brief an Schumann urteilte: „Ich spiele sie wahrhaft mit Vergnügen. Und Gott weiß, dass ich das nicht gerade von vielen Sachen sagen kann.“

Clara Schumann komponierte ihre Romanzen für Violine und Klavier op. 22 1853 in Düsseldorf. Sie widmete sie ihrem Künstlerfreund Joseph Joachim und präsentierte sie gemeinsam mit ihm mit großem Erfolg in zahlreichen Konzerten. Sogar der König von Hannover, der auch selbst als Komponist hervortrat, zeigte sich höchst begeistert von den Stücken. Johannes Brahms hegte zeitlebens eine große Vorliebe für das Waldhorn, hatte er dieses doch – wie sein Vater – schon zu Jugendzeiten gespielt. Er gehörte 1883 zu den Gründern des „Wiener Waldhornvereins“. So nimmt es nicht Wunder, dass eines seiner wichtigsten kammermusikalischen Werke ein Horntrio ist, welches sich sehr schnell zum Standardwerk der Gattung und eines jeden Hornisten wurde. Der französische Komponist Camille Saint-Saëns, in Deutschland häufig nur durch seinen Karneval der Tiere bekannt, schrieb das ursprünglich als Fantasie bezeichnete Morceau de Concert op. 94 für Henri Chaussier. Der auch selbst als Hornist tätige Instrumentenbauer hatte ein neuartiges Horn entwickelt, welches die Vorzüge des chromatischen Horns mit denen des Naturhorns verbinden sollte. Für sein neuartiges Horn schrieb Chaussier eine eigenständige Anleitung inklusive Grifftabelle. Saint-Saëns spielt mit den Klangmöglichkeiten, die das kombinierte Horn bot; manche Passagen sind noch mit der traditionellen Stopftechnik zu spielen.

Die drei jungen Musiker Isabel Hunter, Josef Vlček und Mirjam Hinrichs erhielten ihre Ausbildung in Prag, Dresden und Weimar. Isabell Hunter wirkte als Hornistin im Göttinger Symphonieorchester; Josef Vlček ist Konzertmeister der Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau und Mirjam Hinrichs ist in Zwickau bekannt als Solistin des Eröffnungskonzerts zum Schumann-Fest 2025, wo sie Solistin des Konzertfragments Clara Schumanns war.

Eintrittskarten zu 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) sind an der Museumskasse zu den gewohnten Öffnungszeiten erhältlich, Restkarten an der Abendkasse. Eine Vorbestellung ist möglich (Tel.: 0375 834406; E-Mail: schumannhauszwickaude). Vorbestellte und nicht abgeholte Karten werden eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn in den freien Verkauf gegeben.

Mit dem Konzert am 11. Januar beginnt die Reihe Schumann Plus. Bis 8. November sind im Robert-Schumann-Haus insgesamt acht Konzert zu erleben: immer sonntags, stets um 17 Uhr und immer mit renommierten Künstlern. Abokarten zu 66 Euro (ermäßigt 55 Euro) sind ebenfalls an der Museumskasse erhältlich. Schüler haben die Möglichkeit, zum Preis von 20 Euro vier Konzerte frei auszuwählen.

Isabel Hunter
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Josef Vlček
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Mirjam Hinrichs
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