Das Kulturamt informiert:
Zum zweiten Konzert in Kooperation mit der Elfrun-Gabriel-Stiftung lädt das Zwickauer Robert-Schumann-Haus am Sonntag, dem 30. August um 17 Uhr ein. Zu Gast ist dann die junge koreanische Pianistin Hanna Yang, die ebenfalls eines der begehrten Stipendien der Stiftung in diesem Jahr erhielt. Sie wird Werke Robert Schumanns und Johannes Brahms zu Gehör bringen.
Schumann im Fokus
Hanna Jang hat für ihr Zwickauer Konzert am 30. August gleich drei gewichtige Werke Robert Schumanns ausgewählt. Mit seinem Erstlingswerk, den Abegg-Variationen op. 1, wird sie das Konzert eröffnen. Schumann komponierte die Variationen als spielerische Auseinandersetzung mit dem Namen eines Heidelberger Studienfreundes. Zudem steht mit der Fantasie op. 17 eines von Schumanns bekanntesten Klavierwerken auf dem Programm. Initiiert wurde die Komposition durch einen Aufruf in Beethovens Geburtsstadt Bonn, ein Denkmal zu errichten, der in zahlreichen Zeitschriften, u.a. in der Neuen Zeitschrift für Musik, 1835 erschien. Schumann plante, den Erlös aus seiner nächsten Komposition, einer „Sonate für Beethoven“ zu spenden; bis auf wenige Kleinigkeiten hatte er sie laut Tagebucheintrag Ende 1836 beendet. Jedoch wurde sie immer weniger „beethovenisch“, immer mehr „schumannisch“, so dass Schumann 1839 an seine Braut Clara schrieb: „Der erste Satz davon ist wohl mein Passionirtestes, was ich je gemacht – eine tiefe Klage um Dich – die anderen sind schwächer, brauchen sich aber nicht gerade zu schämen.“
Als drittes Schumann-Werk wird die koreanische Pianistin die Arabeske op. 18 zu Gehör bringen. Als „Arabeske“ bezeichnet man in der Kunst eine phantasievoll gestaltete, sich stark verzweigende Pflanzenranke mit Blüten und Blättern. Diesen Titel wählte Robert Schumann für sein Opus 18, 1838 während seines Wienaufenthalts komponiert, recht treffend, denn in diesem Werk „verschlingt sich Alles auf eigene Weise durcheinander“, wie Schumann an seine Braut Clara selbst schrieb. Von Johannes Brahms werden die Variationen und Fuge über ein Thema von Händel op. 24 erklingen, die der Komponist für Clara Schumann schrieb.
Hanna Jang erhielt in Südkorea ihre Ausbildung als Pianistin und machte ihren Masterabschluss Klavier an der Seoul National University bei Hyoung-Joon Chang. Sie schloss ein Aufbaustudium am Mozarteum Salzburg bei Pietro De Maria an und studiert derzeit an der Musikhochschule Leipzig bei Gerald Fauth. Im Mai 2025 wurde sie bei einem Ausscheidungsvorspiel für das Stipendium der Elfrun-Gabriel-Stiftung ausgewählt.
Sie konzertiert national wie international u.a. in der Foellinger Great Hall des Krannert Center for the Performing Arts (USA), beim Marbella International Music Festival (Spanien) sowie in Salzburg in renommierten Sälen wie dem Kleinen Studio und dem Bösendorfer Saal, war aber auch bereits im Schumannhaus Leipzig zu hören.
Eintrittskarten zum Konzert zu 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) sind an der Museumskasse zu den gewohnten Öffnungszeiten sowie an der Abendkasse erhältlich. Eine Reservierung ist sowohl telefonisch unter 0375 834406 (Museumskasse) als auch per Mail an schumannhauszwickaude möglich.