Das Kulturamt informiert:
Am Samstag, den 14. November, um 17 Uhr verwandelt sich der Konzertsaal des Robert-Schumann-Hauses zum Kino. Zu sehen ist der Film „Wunderkinder“ von Marcus O. Rosenmüller aus dem Jahr 2011. Der Film spielt in der Ukraine 1941. Der junge, hochbegabte Violinist Abrascha und die Pianistin Larissa werden als Wunderkinder gefeiert. Doch mit dem Einmarsch der Nazis kommen sie und ihre Familien als Juden in Bedrängnis. Über die religiösen Grenzen hinweg entwickelt sich eine enge Freundschaft zu Hanna Reich, der Tochter eines deutschen Brauers. Es beginnt ein spannendes Drama über drei Kinder, die mit ihrer Musik alle Grenzen überwinden und eine treue Freundschaft in grausamen Zeiten bewahren.
In der Hauptrolle spielt der damals 14-jährige Zwickauer Geiger Elin Kolev. An seiner Seite sind Filmstars wie Gudrun Landgrebe, Kai Wiesinger und Konstantin Wecker zu erleben. Der Film errang zahlreiche Auszeichnungen, so beim Jerusalem International Film Festival oder beim 16. Internationalen Festival des jüdischen Kinos in São Paulo. Es war der letzte Film des deutschen Produzenten Artur Brauner (1918–2019).
Das Datum für die Vorführung im Rahmen der Novembertage wurde mit Bedacht gewählt: In der Zwickauer Partnerstadt Wolodymyr wurden am 13./14. November 1942 3.000 Juden ermordet. Der Film macht diese dunkle Zeit deutsch-ukrainischer Geschichte auf besondere Weise erfahrbar.
Der Eintritt ist frei. Der Film, der im Rahmen der Novembertage 2026 gezeigt wird, dauert 100 Minuten (FSK 12).