Bulgarischer Pianist im Robert-Schumann-Haus

veröffentlicht am: 23.08.2019

Das Robert-Schumann-Haus informiert:

Am Samstag, dem 31. August tritt um 17 Uhr der bulgarische Pianist Asen Tanchev im Robert-Schumann-Haus Zwickau auf. Auf dem Programm stehen Werke von Clara Schumann, Johannes Brahms, Franz Schubert und Sergej Rachmaninov.

Asen Tanchev gewann u.a. den 1. Preis und zwei Sonderpreise des Internationalen Tschaikowski Wettbewerbs für junge Musiker 2007 in Moskau; den 3. Preis des 10. Internationalen Klavierwettbewerbs Prinzessin Lalla Meryem 2012 in Rabat, Marokko. 2012 erhielt er als erster Pianist mit ausländischer Staatsbürgerschaft ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2016 gewann Asen Tanchev den 12. Internationalen Wettbewerb Junger Virtuosen in Sofia, Bulgarien. Beim Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau kam er in die zweite Runde und beim Deutschen Musikwettbewerb 2017 wurde er in die Bundesauswahl Konzerte Junge Künstler (BAKJK) aufgenommen. Er studierte an der Hochschule für Musik Hannover bei Arie Vardi, seit 2016 ist er Meisterklassenstudent an der Musikhochschule Leipzig bei Gerald Fauth. Er ist 2018/2019 Stipendiat der Elfrun-Gabriel-Stiftung, durch deren Kooperation mit dem Robert-Schumann-Haus das Konzert in Zwickau stattfinden kann.

In seinem Programm steht die Jubilarin des Jahres, Clara Schumann, mit ihren Quatre Pièces fugitives op. 15 am Beginn. Ein Rezensent der Allgemeinen musikalischen Zeitung urteilte im Oktober 1845 über dieses Werk: Sie „sind an Character und Styl verschieden. No. 1 Larghetto, F-dur, und No. 3 Andante, D dur, sind wohl am eigentümlichsten. Das Andante namentlich enthält, wenn die weitgriffigen Figuren sorgfältig gebunden werden, reizende Effecte. No. 4, Scherzo, einfach und unschuldig, erinnert an ältere Perioden des Clavierspieles, an die kleineren Beethoven’schen Sonaten.“ In der Tat waren zwei der Sätze von Clara Schumann ursprünglich für ihre (unveröffentlichte) g-Moll-Sonate komponiert worden.

Im Leipziger Gewandhaus führte Johannes Brahms seine erste, 1852/53 komponierte Klaviersonate op. 1 erstmals im Dezember 1853 auf. Chronologisch gesehen entstand sein Opus 1 nach der zweiten Klaviersonate fis-Moll op. 2, die er bereits 1851 geschrieben hatte.

Von Franz Schubert erklingt die Sonate a-Moll op. 42 (D 845). Robert Schumann schrieb in seiner Rezension 1835: „Der erste Theil so still, so träumerisch; bis zu Thränen könnte es rühren; dabei so leicht und einfach aus zwei Stücken gebaut, daß man den Zauberer bewundern muß, der sie so seltsam in- und gegeneinander zu stellen weiß.“

Den Beschluss des Konzerts bilden zwei Stücke aus Rachmaninovs Moments musicaux op. 16 - einer von Franz Schubert geprägten Gattung.

Das Konzert findet, wie schon die Veranstaltung mit dem südkoreanischen Pianisten Juyoung Park am 24. August, in Verbindung mit der Elfrun-Gabriel-Stiftung statt. Der Eintritt ist frei.