Klavierduo gestaltet Abschluss der Schumann Plus Saison 2023

veröffentlicht am: 01.11.2023

Das Robert-Schumann-Haus informiert:

Das Robert-Schumann-Haus Zwickau lädt zum letzten Schumann-Plus-Konzert der diesjährigen Saison ein. Dieses findet am Sonntag, dem 12. November 2023 um 17 Uhr im Konzertsaal statt. Zu Gast wird das Klavierduo Glemser sein, das Werke von Robert Schumann, Camille Saint-Saëns und Richard Wagner spielt.

Außergewöhnlich kann man die ursprünglich von Robert Schumann gewählte Besetzung für sein Andante und Allegro brillant op. 46 nennen, sind doch neben zwei Klavieren auch zwei Violoncelli und ein Horn besetzt. Schumann charakterisierte sein Werk selbst mit „der Ton darin ist sehr elegisch, ich glaube, ich war melancholisch etwas, als ich sie componirte“. Auf Anraten Mendelssohns verfasste Schumann nach der ersten Probe zusätzlich eine Fassung für zwei Klaviere, die nun in diesem Konzert erklingen wird.

Der Name des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns ist untrennbar mit einer der interessantesten kompositorischen zoologischen Studien verbunden, dem Karneval der Tiere. Deutlich seltener auf deutschen Bühnen zu hören sind seine anderen Werke. Eines dieser Werke sind die Variationen für zwei Klaviere über ein Thema von Beethoven, welches er 1874 über das Menuett aus der Klaviersonate Nr. 18 op. 31/3 von Beethoven komponierte.

Paraphrasen und Bearbeitungen von Opern und Sinfonien für Klavier, sei es zu zwei oder vier Händen, waren im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert gängige Praxis und brachten diese Werke zahlreichen Menschen nahe. So erfuhren auch die Opern Richard Wagners zahlreiche Bearbeitungen, von denen in Zwickau drei erklingen werden: die Ouvertüre zum Fliegenden Holländer in der Bearbeitung von Claude Debussy, die Bacchanale aus dem Tannhäuser bearbeitet von Paul Dukas sowie das Vorspiel und der Liebestod aus Tristan und Isolde in Bearbeitung von Max Reger.

Das Klavierduo Glemser erlebte seine Geburtsstunde im Jahr 2010 bei der Uraufführung des „Valse déconstruite für Klavier zu vier Händen“ des schwedischen Komponisten Henrik Ajax in Würzburg. Beide stammen aus Musikerfamilien: Florian Glemser ist Sohn des Pianisten Bernd Glemser und erhielt ersten Klavierunterricht von seinen Eltern, Franziska Glemser studierte zunächst Geige und bildete bei ihrem Vater, dem Gesangsprofessor Arno Leicht, ihre Sopranstimme aus. Beide studierten als Jungstudenten zunächst in Würzburg und setzten ihre pianistische Ausbildung dann in Essen und Weimar bei Henri Sigfridsson und Grigory Gruzman fort. Sie errangen zahlreiche Preise und Stipendien. Florian Glemser hat mehrere Solo-CDs mit Werken von Schumann und Beethoven veröffentlicht. Die 2018 erschienene Debüt-CD des Duos wurde von der Zeitschrift Piano News prämiert. 

Eintrittskarten zu. 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) sind an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Eine Vorbestellung ist telefonisch unter 0375 834406 oder per E-Mail (schumannhauszwickaude) möglich.

Franziska und Florian Glemser gastieren am 12. November im Robert-Schumann-Haus.
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