Das Robert-Schumann-Haus informiert:
Neue Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus nimmt Bezug auf die literarischen Vorbilder des Komponisten
Kein anderer Komponist des 19. Jahrhunderts ist in seinem musikalischen Schaffen so stark durch die Literatur beeinflusst wie Robert Schumann. Durch die Verlagsbuchhandlung seines Vaters eröffnete sich schon dem kleinen Robert die Welt der Literatur und Poesie, die für ihn lange Zeit sehr viel wichtiger war, als die der Musik. Die neue Sonderausstellung, die am kommenden Sonntag, dem 12. April um 16 Uhr im Robert-Schumann-Haus Zwickau eröffnet wird, widmet sich aus diesem Grund dem Thema „Schumann und die Dichter“.
Vor 100 Jahren konnte die Stadt Zwickau aus dem Nachlass Robert Schumanns dessen weitgehend komplett erhaltene literarische Bibliothek erwerben. In knapp 50 Exponaten bietet die Ausstellung Einblicke in einige dieser Bände und verknüpft sie mit musikalischen Dokumenten zu Schumanns Kompositionen.
Die für Schumann wichtigsten Schriftsteller und Lyriker sind vertreten, darunter Jean Paul, E. T. A. Hoffmann, Friedrich Rückert, Heinrich Heine, Joseph von Eichendorff, Robert Burns, Ludwig Tieck, Friedrich Hebbel, Elisabeth Kulmann, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig Uhland, Emanuel Geibel, Hoffmann von Fallersleben und Robert Reinick. Nicht nur für Schumanns Liedvertonungen waren diese Poeten prägend, auch in seiner Instrumentalmusik nahm Schumann literarische Vorlagen zum Ausgangspunkt, so in seinem Klavierkonzert, der ersten Sinfonie oder den Konzertouvertüren. Die Ausstellung ist deshalb nach den musikalischen Gattungen geordnet: Klaviermusik, a-cappella-Chormusik, Sololied, Orchestermusik sowie Musikdramatik bzw. Chorsinfonik. Ergänzt wird die Ausstellung durch zeitgenössische Portraits der Dichter, die zum Teil aus dem von Robert Schumanns Vater gegründeten Zwickauer Verlag Gebr. Schumann stammen.
Als Begleitprogramm zur Sonderausstellung gibt es außerdem ein Mittagskonzert am 22. April um 12 Uhr mit Thomas Synofzik am Hammerflügel und Musik von Schumann und seinem Idol E. T. A. Hoffmann, der vor 250 Jahren geboren wurde.
Bis zum 16. August bietet die Sonderschau zahlreiche Verbindungen zum diesjährigen Schumann-Fest, das vom 4. bis 14. Juni stattfindet und unter demselben Motto steht: so im Eröffnungskonzert zu Szenen aus Goethes Faust, den Fahrradkonzerten am 6. Juni nach Kuhschnappel – dem Ort, wo Schumanns Lieblingsdichter Jean Paul seinen Roman Siebenkäs spielen lässt – E. T. A. Hoffmanns Fantasiestücke als literarischem Vorbild für Schumanns Fantasiestücke und Kreisleriana im Klavierabend mit Susanne Grützmann am 7. Juni oder die im Konzert mit dem Klavierduo Glemser erklingenden Bilder aus Osten.