Das um 1840 erbaute Tafelklavier stammt von dem Dresdner Klavierbauer Friedrich Wilhelm Rosenkranz (1806–1856). Es kam 1970 als Schenkung ins Robert-Schumann-Haus und besitzt besondere Bedeutung, da Friedrich Wieck vielfach mit Instrumenten von Rosenkranz handelte und Clara Wieck mehrfach darauf spielte. Am 15. Mai 1834 stand Clara Wieck Pate bei der Taufe einer Tochter von Rosenkranz. Tafelklaviere dienten meist als preisgünstige Hausinstrumente, Clara Wieck notierte 1827 in ihrem Tagebuch „Pianoforten in Tafelform liebe ich nicht, weil sie gewöhnlich nicht Ton genug haben“ (Archiv, Robert-Schumann-Haus). In der Ausstellung ist das Instrument kombiniert mit einem von Mikhail Niks (1935-1996) nach dem Vorbild Friedrich Kalkbrenners (1785-1849) erbauten Handleiter, wie er von vielen Klavierpädagogen des 19. Jahrhunderts, so auch von Friedrich Wieck, als pianistisches Trainingsinstrument empfohlen wurde.